Wandern im MondSeeLand

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Vorwort Annelu Wenter 2. Teil

Dieser 2. Teil der Orte des Glaubens hat zwei Besonderheiten, die ihn wesentlich vom 1. Teil unterscheiden:

Das Gebiet umfasst auch die schroffen Kalkberge Schober, Drachenwand und Schafberg. Es handelt sich daher bei den Rundwegen nicht mehr nur um gemütliche Spaziergänge, sondern z. T. auch um Bergtouren, die nicht für alle Interessierten geeignet sind.

Eine zweite Besonderheit betrifft das Pfarrgebiet. Am Fuße des Schafberges liegen die Häuser von Oberburgau, deren Bewohner zur Pfarre Mondsee, aber zur Gemeinde St. Gilgen zählen. Natürlich sind die Orte des Glaubens in diesem Gebiet hier auch behandelt. Marterln und Gedenkstätten der Oberburgauer finden wir am Weg bis hinauf zur Eisenaualm. Da der Schafberg – bereits im Bundesland Salzburg liegend – der dominante Berg des Mondseelandes ist, der Berg, an dem von Mondsee aus jährlich die beliebte und beeindruckende Bergmesse organisiert wird, ist es unumgänglich, die dort befindlichen Marterln einzubeziehen.  Somit gehen wir auf den in diesem Teil beschriebenen Rundwegen über unsere Grenzen. Auch auf der Kammlinie von Drachenwand und Schober verläuft die Landesgrenze, ebenfalls führt der Weg über den Kolomansberg z. T. bereits auf Salzburger Gebiet. Wenn wir dies bedenken, können wir uns nur freuen, dass wir zu unserem Glück ohne es zu merken, Grenzen überschreiten können – vielleicht gelingt es, auch manche Begrenztheit im Denken aufzuweichen…

Auffallend ist im behandelten Gebiet die Vielzahl von Kapellen. Es mag vielleicht damit zusammenhängen, dass der Pilgerweg nach St. Wolfgang – sofern die Wallfahrer nicht das Schiff benutzten – hier entlang führte. Die große Anzahl von Marterln zeugt einerseits von vielen Unfällen auf der Uferstraße und bringt andererseits in Bewusstsein, dass den Bergen Respekt zu zollen ist. Leichtsinn und Gedankenlosigkeit bestraft der Berg genauso, wie er Aufmerksamkeit mit großartigen einprägsamen Erlebnissen belohnt.

Mit diesen Überlegungen wünsche ich allen Lesern und Wanderern schöne Erlebnisse. Die jedem Weg angeschlossenen Texte sind Einladungen für persönliche Überlegungen und sind  auch als Grundlagen für Diskussionen gedacht.

Annelu Wenter