Wandern im MondSeeLand

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Ehemalige Krankenhaus-Kapelle

Mondsee am Mondsee, Oberösterreich, Österreich

„Für die Errichtung des, Allgemeinen öffentlichen Krankenhauses Mondsee‘ wurde unter Bürgermeister Franz Kreutzberger und mit Unterstützung der Fürstin Ignazia von Wrede 1887 ein Krankenhausverein gegründet.

Durch wirtschaftliche Schwierigkeiten der Marktgemeinde verzögerte sich der Bau. Durch eine kaiserliche Zuwendung von 10.000 Kronen und eine Sammlung im Bezirk Vöcklabruck verfügte der Verein 1908, im,Kaiser-Jubiläumsjahr‘, über rund 50.000 Kronen. 1909 konnte nach einigen Abänderungen mit dem Bau begonnen werden.
Am 1. September 1912 wurde das „Kaiser-Franz-Joseph-Jubiläums-Krankenhaus“ feierlich eröffnet. In der amtlichen Schlussprüfung (Kollaudierung) hieß es: ,Die Lage des Gebäudes ist eine großartige, mit großem Garten und einer Liegehalle ausgestattet, bietet es seinen Insassen einen Überfluss an Licht und Luft und eine behagliche Zufluchtsstätte.‘

Während des Ersten Weltkrieges war ein Großteil des Hauses Lazarett.
1921 erhielt das Krankenhaus das Öffentlichkeitsrecht.
1922 wurde der Krankenhausverein aufgelöst und das Krankenhaus in das Eigentum der Gemeinde Mondsee übertragen.

Seit 1912 leiteten die Gemeindeärzte von Mondsee das Krankenhaus. Die pflegerische Betreuung erfolgte von 1912 bis 1920 durch sogenannte Wärter und Wärterinnen, anschließend waren aushilfsweise geistliche Schwestern tätig. Ab 1921 betreuten Schwestern vom Orden der Schulschwestern in Vöcklabruck die Kranken.14)

Von 1945 bis zu seinem Tod 1975 war MR Dr. Emanuel Jörgner ärztlicher Leiter des Krankenhauses, das ihm ein besonderes persönliches Anliegen war. Nicht nur notwendige Erweiterungsbauten fielen in diese Zeit, sondern auch die innere Ausgestaltung des Hauses.

1962 bis 64  entstand ein Zubau mit 30 Betten und einer Kapelle, die am 14. September 1963  durch Probst Josef Norbert Unfried vom Stift Mattsee eingeweiht
wurde.

Im März 1969 konnte der zweite Krankenhauszubau abgeschlossen werden. 1970 wurde ein Bettenaufzug eingebaut, 1972 konnte die dritte Ausbaustufe des Krankenhauses durchgeführt werden.
Im Zuge der Umbauarbeiten 1969 wurde die Kapelle vergrößert und mit Sitzbänken ausgestattet. Es war dies ein Zeichen der Wertschätzung der Arbeit der geistlichen Schwestern, verbunden mit dem Wunsche, sie mögen weiterhin im Krankenhaus Mondsee ihren wertvollen Dienst verrichten. Schwestern der Franziskanerinnen von Vöcklabruck waren von 1921 bis 1989 hier tätig – zunächst fünf, ab 1969 vier und ab 1983 drei bis sich die Mondseer am 30. November 1989 auch von Sr. Reinlinde, Sr. Aloisia und Sr. Hildeburg verabschieden mussten.15)

Am 30. 9. 1994 wurde das Krankenhaus geschlossen.
Nach der Umgestaltung einiger Zimmer konnten die Bewohner des Altenheimes hierher übersiedeln. 1995 und 96 entstand der Neubau des Seniorenwohnheimes, das ab Dezember 1996 bezogen werden konnte.
Im ehemaligen Krankenhaus wurden ein Jugendzentrum und der Kinderhort eingerichtet, ebenso gibt es für die Fürsorgestelle Vöcklabruck hier Büroräume.
Die Krankenhauskapelle hatte große Bedeutung. Viele Mondseer wurden hier getauft. Heute wird der Raum für den Hort als Aufenthaltsraum genutzt. Von der ehemaligen Kapelle ist noch ein rundes Fenster mit einer Mariendarstellung zu sehen.

„Triffdi“, der Vorläufer des jetzigen Jugendzentrums, war für viele junge Mondseer ein wichtiger Ort der Begegnung. Durch die Initiative von Pfarrer Dr. Ernst Wageneder  wurde 2014 das Kooperative Jugendzentrum (Diözese Linz, Pfarre St. Michael Mondsee, Mondseelandgemeinden) unter der Leitung von Susanne Jakel und Laura Kerschbaumer mit neuem Programm und Schwung als JUZ-Mondsee eröffnet und erfreut sich großer Beliebtheit. 

​14) vgl. Kunze, S. 151f.
15) Sr. Johanna Dr. Pobitzer, Franziskanerinnen von Vöcklabruck

Erreichbarkeit / Anreise

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Kontakt & Service


Ehemalige Krankenhaus-Kapelle
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5310 Mondsee am Mondsee

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